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Stuten von Hund verletzt

By 24. Februar 2012 April 24th, 2020 No Comments

Eigentlich informieren wir in dieser Rubrik alle Freunde und Alpaka-Interessierte über die neusten Ereignisse unserer Zucht (Fohlengeburten, Showergebnisse, ….) und „Gott sei Dank“ sind es fast immer tolle Erlebnisse, die wir hier mit Ihnen teilen und in Text und Bild darstellen.
Natürlich gibt es auch ab und zu Vorkommnisse, die  Anlass zur Sorge geben, denn auch Alpakas sind, trotz aller Sorgfalt, guter Pflege und Futter mal krank.

Doch wenn man, wie bei uns Ende Januar passierte, seine Tiere wie jeden Tag versorgen will und dann die gesamt Herde völlig panisch und 2 Stuten auch noch schwer verletzt vorfindet, ist man einfach nur entsetzt und  verärgert. Denn wie sich später rausstellte, wäre dies vermeidbar gewesen!

Zunächst konnten wir uns nicht erklären, was geschehen war. Vorrangig galt es erst mal die verletzten Tiere zu versorgen. Unser Tierarzt war sofort zur Stelle um die Erstversorgung zu leisten.

„Samy“ unsere schwarze Stute hatte es ziemlich erwischt. Zunächst sah es aus, als sei sie gestürzt, denn sie konnte das linke Vorderbein nicht mehr benutzen und am Hinterteil war alles blutig. Doch bei der weiteren Untersuchung fanden wir den Grund der Verletzungen – eine tiefe Bisswunde in der rechten Hinterhand.

Eine andere Stute hatte eine blutende Wunde am Vorderfuß.
Als die Tiere versorgt waren – Wunden säubern und nähen,  Bein schienen, Versorgung mit Schmerzmitteln…, begaben wir uns auf Spurensuche.

Schnee lag, wussten wir nach kurzer Zeit durch die hinterlassenen Spuren, dass die Bisse nicht durch einen streunenden Hund verursacht wurden sondern auch eine Person (vermutlich der Besitzer des Hundes) mit auf der Weide war.

Umso unverständlicher war für uns, dass derjenige sich dann nicht gleich bei uns gemeldet hat sondern die verletzten Tiere einfach sich selbst überließ!

Für uns stand die Frage, wie der Hund zu den Tieren kommen konnte. Das Gehege in dem die Alpakas standen ist mit einem 150 cm hohen Wildzaun eingezäunt und durch ein Weidetor verschlossen. Doch da lag wohl der „Knackpunkt“. Denn durch die Felder in diesem Tor ist der Hund in das Gehege gekommen. Noch am gleichen Tag haben wir auch das Tor dicht gemacht!

Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, dass ich etwas gegen Hunde habe – im Gegenteil – schließlich haben wir selbst einen Hund.
Doch ich möchte alle Hundebesitzer bitten sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und den Hund (wenn man damit rechnen muss, dass er wie in diesem Fall nicht hört) eventuell lieber an der Leine lässt.
Mir ist auch klar, dass man nicht alles vorhersehen kann und wie in unserem Fall doch etwas passiert. Doch dann sollte man  auch so viel „Rückrat“ haben dafür einzustehen und nicht einfach feige abzuhauen.

PS:
Den Besitzer konnten wir ausfindig machen. Seine Antwort auf die Frage warum er sich nicht gleich bei uns gemeldet hat: „Ich dachte es war nicht so schlimm, der wollte doch nur spielen! Eigentlich ist er ein ganz Lieber!“
Traurig ist, dass die Besitzer wohl kaum etwas aus dieser Sache gelernt haben, denn sie gehen mit ihrem Hund auch weiterhin spazieren, ohne ihn an der Leine zu führen!